Trotz der drastischen Kürzungen bei den Einspeisevergütungen lassen sich Photovoltaik-Anlagen nach wie vor wirtschaftlich betreiben. Das gilt vor allem für Anlagen, die für die Eigennutzung des selbst produzierten Solarstroms ausgelegt sind: Bei Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis zu 30 Kilowatt, die ab dem 1. Januar 2012 in Betrieb gehen, erhält der Eigentümer vom Netzbetreiber bei Eigenverbrauch bis zu 30 Prozent des selbst produzierten Stroms 8,05 Cent pro Kilowattstunde. Bei mehr als 30 Prozent selbst produzierten Stroms sogar 12,43 Cent pro Kilowattstunde. Hinzugerechnet werden muss der Wert des Stroms, der nicht mehr vom Energieversorger bezogen werden muss. Je nach Stromtarif macht das ein PLUS von über 8 Cent pro Kilowattstunde gegenüber der Einspeisung aus. Und je stärker der Strompreis beim Energieversorger steigt, desto größer wird das PLUS.

Um den Anteil des Eigenverbrauchs zu messen, wird lediglich ein weiterer Zähler benötigt, der sowohl den Strombezug aus dem Netz als auch die Menge des in das Netz eingespeisten Stroms misst. Der Saldo mit dem Solarstromzähler ergibt dann den Eigenverbrauch.

Dieter Clemenz aus dem Taunus ist seit 2010 Stromproduzent mit einer 14,3 kWp Sunroof Photovoltaik-Anlage und verbraucht seinen Strom zum großen Teil selbst.
„Ich kann nur jedem Hausbesitzer raten, die Installation eines Solarsystems in Angriff zu nehmen“ so die Überzeugung des Praktikers „zumindest dann, wenn Faktoren wie Ausrichtung und Dachneigung passen. Der für den Eigenverbrauch notwendige zusätzliche Zähler war völlig problemlos zu installieren und die Genehmigungsverfahren sind ausgesprochen zügig über die Bühne gegangen.“
Mittlerweile erzeugt Dieter Clemenz stolze zwei Drittel seines benötigten Stroms selbst. „Ich spare also massiv Kosten und bekomme zusätzlich noch Geld vom Stromversorger – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen“. Und das alles, ohne auf komplizierte automatische Steuerungssysteme zurückzugreifen.

Man muss einfach ein bisschen vorausschauend handeln. Grundlegende Einschränkungen seien nicht nötig, vielmehr hilft es enorm, seinen Stromverbrauch aktiv zu hinterfragen. „Muss ich wirklich heute noch waschen, oder hat das nicht Zeit bis morgen, wenn besseres Wetter vorhergesagt ist?“ oder „Auch der Blick zum Himmel bevor ich die Geschirrspülmaschine laufen lasse, bringt bares Geld“ erklärt der Eigenverbrauchspionier.
„Heute ärgere ich mich, dass ich nicht schon viel früher aktiv geworden bin. Mit meinem Solardach bin ich rundum zufrieden und kann nur jedem raten, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen, das eigene Dach als profitable Ressource zu nutzen.“
Mit dem Eigenverbrauchsrechner rechnen Sie Ihren Vorteil der Eigennutzung gegenüber der Volleinspeisung aus. Mit nur wenigen Angaben zur Anlagegröße und Ihrem Stromverbrauch errechnen Sie verlässlich Ihr persönliches PLUS.
Roto_Berechnung_Eigenverbrauch_DE.xls Excel-Format | 388 K |
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![]() | Roto_Eigenverbrauchsfolder.pdf Vorteil Eigenverbrauch gegenüber Volleinspeisung | 372 K |